Strompreise sinken 2027 erneut

31. August 2026
Die Stadtwerke Gossau senken für das kommende Jahr erneut die Strompreise. Die Kundinnen und Kunden bezahlen ab 1. Januar 2027 dank tieferer Beschaffungskosten durchschnittlich rund 10 Prozent weniger als heute.

Die Stadtwerke Gossau senken die Strompreise per 1. Januar 2027 um rund drei Rappen pro Kilowattstunde. Kundinnen und Kunden bezahlen damit durchschnittlich neu 23 Rappen pro Kilowattstunde. Dies entspricht einer Reduktion von rund 10 Prozent gegenüber dem laufenden Jahr. Auch für Gewerbekunden sinken die Preise in dieser Grössenordnung.

Tiefere Beschaffungskosten

Die Preisreduktion ist in erster Linie auf die tieferen Beschaffungskosten zurückzuführen. Die Stadtwerke Gossau kaufen den Strom nicht auf einmal, sondern gestaffelt über jeweils drei Jahre ein. Diese sogenannte rollierende Beschaffung glättet Preisspitzen und schützt die Kundschaft vor starken Schwankungen am Strommarkt. Bereits auf 2026 konnten die Stadtwerke die Strompreise um rund 13 Prozent senken.

Kosten für Netznutzung steigen

Während die Energiepreise sinken, steigen die Tarife für die Netznutzung. Die zunehmende Zahl dezentraler Produktionsanlagen erfordert Investitionen ins Stromnetz. Gleichzeitig beziehen Kundinnen und Kunden dank der Eigenproduktion weniger Energie aus dem Netz. Dadurch müssen die bestehenden Netzkosten auf weniger bezogene Kilowattstunden verteilt werden. Ebenfalls gestiegen ist der Tarif für die Messung der Stromflüsse. Dieser wird um einen Franken erhöht und beträgt ab 2027 5.50 Franken pro Zähler und Monat.

Unveränderte Produktpalette

Unverändert bleibt die Produktpalette der Stadtwerke Gossau. Das Standardprodukt «NaturaClassic» besteht zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie aus der Schweiz und Europa. «NaturaRegio» setzt ausschliesslich auf regionale Sonnen- und Wasserkraft. Die Preisdifferenz zwischen den beiden Produkten beträgt rund zwei Rappen pro Kilowattstunde. Auch die Tarifzeiten bleiben unverändert. Schwachlast ist von 19 Uhr bis 7 Uhr sowie an den Wochenenden rund vier Rappen günstiger als die sogenannte Normallast, die tagsüber an Werktagen verrechnet wird.

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