Kindergarten Haldenbüel
Visualisierung des geplanten Kindergarten-Neubaus

Neubau

Oktober 2023

Die Schule der Stadt Gossau führt an zehn verschiedenen Standorten Quartier-Kindergärten. Im Oktober 2018 wurde die Kindergartenplanung von 2015 überprüft und beschlossen, an der bewährten Strategie von Quartier-Kindergärten festzuhalten. Der geografisch wichtige, aber stark sanierungsbedürftige Kindergarten Haldenbüel wird durch einen Neubau ersetzt. Das neue Gebäude erfüllt die kantonalen Richtlinien für Schulbauten und ermöglicht eine zeitgemässe Unterrichtsform. Er ist zurückhaltend in die Topographie des Kirchenhügels eingebettet und zwischen Kirche und Schulhaus eingefügt. Er gibt die Sicht auf die Kirche wieder frei.  Über die abgewinkelte Fassade, welche sich rechtwinklig zum Höhenlinienverlauf positioniert, wird der Baukörper im Hang städtebaulich fixiert und ermöglicht den Blick aus dem Innenraum hinunter über die Stadt.
 

Aussenraum

Die Gesamterscheinung des Aussenraumes orientiert sich an der Topographie und verzichtet auf eine zusätzliche Terrassierung des Hanges. Die vom Kindergarten genutzten Aussenflächen im Osten werden direkt dem Kindergarten angegliedert. Ein grosskroniger Laubbaum empfängt die Kinder als Auftakt, spannt mit dem Gebäude den bespielbaren Aussenraum auf und dient als natürlicher Schattenspender. Die Spiel- und Aussenflächen sind „en niveau“ mit dem Geschoss des Kindergartens. Der bestehende etwas tiefer liegende Spielplatz wird mit einer Kügelibahn und einer Nestschaukel ergänzt.
 

Erschliessung

Die neue Wegverbindung ab dem Höhenweg erschliesst den Kindergarten
schwellenlos und bindet ihn behindertengerecht in die Schullandschaft Haldenbüel ein. Vom Kirchenplateau führt eine gerade, dem Hang folgende Treppe auf den Vorplatz des Mittagstisches. Dieser Platz wird östlich durch den Aussengeräteraum gefasst. Von hier führen je eine Treppe zum Sportplatz oder zum Eingang des Kindergartens.
 

Innenräume

Die Innenräume ist einfach und klar angeordnet. Hangseitig sind die Nebenräume mit geringer Raumhöhe platziert. Ostseitig reihen sich Garderobe, Gruppenraum und Klassenzimmer aneinander. Sie werden über die grosse Fensterfront mit Tageslicht durchflutet. Durch die Anordnung der Räume sind Sichtbezüge untereinander und in den Aussenraum jederzeit gewährleistet.

 

Statik und Materialität

Der Kindergarten ist eine einfache Stützen-Platten-Konstruktion mit dreiseitig umschlossenen Wänden aus Ortbeton. Im sichtbaren Aussenbereich wird der Beton gestockt. Innenräumlich zeigt sich das Gebäude ganz in Holz. Wände, Decken und Boden strahlen mit den Holzverkleidungen über der Innendämmung Wärme und Geborgenheit aus. Das Decken-Akustikelement löst den Schallschutz. Das nicht begehbare, begrünte Dach unterstützt das Mikroklima und die Integration des Gebäudes in den Hang. Zudem wird darauf eine Photovoltaik-Anlage montiert.

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