Kennzahlen
Ziel der Finanzstrategie 2032 ist ein stabiler und gesunder Stadthaushalt, der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistungsangebot, Investitionen und finanzieller Tragbarkeit sicherstellt. Dieses Ziel kann anhand folgender fünf Kennzahlenzahlen überwacht werden.
Alle untenstehenden Diagramme basieren auf dem aktuellen Steuerfuss von 116 Prozent. Stand Juni 2026 sind vier der fünf Kennzahlen im grünen Bereich. Bis Ende der Planperiode wären die Zielvorgaben allerdings bei vier der fünf strategischen Kennzahlen nicht mehr eingehalten.
Selbstfinanzierungsgrad
Der Selbstfinanzierungsgrad zeigt an, ob Neuinvestitionen durch selbst erwirtschaftete Mittel finanziert werden können. Er berechnet sich indem der erarbeitete Cashflow ins Verhältnis zu den Nettoinvestitionen gesetzt wird. Über den Zeitraum der fünf IAFP-Jahre sollte der Selbstfinanzierungsgrad gemäss Zielsetzung nicht unter 70 Prozent fallen. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt deutlich zu tief.
Eigenkapitalquote
Das Eigenkapital bildet die Grundlage eines soliden Finanzhaushaltes. Eine stabile Bilanzstruktur stärkt die Kreditwürdigkeit und erhöht die Krisenfestigkeit. Die Eigenkapitalquote berechnet sich, in dem das Eigenkapital (minus Spezialfinanzierungen im Eigenkapital) ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt wird. Die Eigenkapitalquote soll im Betrachtungszeitraum der fünf IAFP-Jahre nicht unter 25 Prozent fallen.
Nettoschuld pro Einwohner/in
Die Nettoschuld pro Einwohner soll die Bürgerinnen vor hoher Verschuldung und die Generationengerechtigkeit schützen. Die Nettoschuld wird berechnet als Fremdkapital minus passivierte Anschlussbeiträge sowie Finanzvermögen geteilt durch die Einwohnerzahl. Diese Nettoschuld soll 2'500 Franken nicht überschreiten. Dies gilt gemäss Rechnungsmodell der
St. Galler Gemeinden als mittlere Verschuldung.
Bruttoverschuldungsanteil
Der Bruttoverschuldungsanteil zeigt das Verhältnis der gesamten Finanzverbindlichkeiten zum laufenden Ertrag der Stadt. Er dient als Indikator für die Verschuldungslast und gibt Aufschluss über die Tragfähigkeit der finanziellen Verpflichtungen. Berechnet wird er als Summe der laufenden Verbindlichkeiten und der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten minus die passivierten Anschlussbeiträge geteilt durch den laufenden Ertrag. Der Bruttoverschuldungsanteil soll 150 Prozent nicht überschreiten. Dies gilt gemäss Rechnungsmodell der St. Galler Gemeinden als mittlere Verschuldung.
Verschuldungskapazität
Die Verschuldungskapazität gibt die maximale Gesamtsumme aller aufgenommenen Darlehen an. Sie dient der Begrenzung der Verschuldung, um eine Überlastung des Haushalts zu vermeiden und wird als Summe der kurzfristigen sowie langfristigen Darlehen berechnet. Als Maximalwert sind 170 Mio. Franken definiert. Bei einer Überschreitung gilt automatisch eine vollständige Selbstfinanzierung; neue Schulden sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zulässig.