Kredit für Netzerneuerung erteilt

6. Januar 2026
Das Gossauer Stadtparlament hat den Baukredit von 1.19 Millionen Franken für die Netzerneuerung im Gebiet Gozenberg-/Talstrasse einstimmig genehmigt. Martina Uffer (FLiG) wurde zur Parlamentspräsidentin 2026 gewählt.

Das Elektrizitätsnetz im Gebiet Gozenberg- und Talstrasse ist über fünfzig Jahre alt. E-Mobil-Ladestationen oder Wärmepumpen können kaum angeschlossen, Solarstrom kann nur begrenzt eingespeist werden. Das Stadtparlament hat den Baukredit von 1.19 Millionen Franken für die Erneuerung des Elektrizitätsnetzes in diesem Gebiet einstimmig genehmigt. Neu werden alle Liegenschaften mit neuen Kabeln direkt ab einer Trafostation oder Verteilkabine versorgt. Ebenfalls wird die Strassenbeleuchtung teilweise erneuert.

 

Parlamentarische Gremien neu gewählt

Zur Präsidentin für das Jahr 2026 hat das Parlament Martina Uffer (GLP-FLiG) gewählt; Vizepräsident ist Patrick Huber (SP). Als Stimmenzählende werden Pascal Brander (SVP) und Simon Sigg (Die Mitte) wirken; Ursula Kobler (FDP) ist Ersatz-Stimmenzählerin.

In die Geschäftsprüfungskommission wählte das Parlament Matthias Ebneter (GLP-FLiG) und Pascal Fürer (SVP). In der vorberatenden Kommission Sportwelt vertritt das neue Parlamentsmitglied Rebecca Meier (Junge Grüne) die SP-Fraktion.

 

Mutloser Umgang mit KI

Der Stadtrat sieht das grosse Potenzial von künstlicher Intelligenz. Da aber noch zahlreiche rechtliche Fragen offen seien, hat sich Gossau der gemeinsamen Strategie des Kantons und der Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidien angeschlossen. Für rechtlich unbedenkliche Arbeiten und in Fachanwendungen werde KI jedoch bereits genutzt. Christian Schlegel (GLP-FLiG), der die Interpellation zusammen mit Pascal Fürer (SVP) eingereicht hat, verwies auf andere Branchen, in denen KI beispielsweise zur Automatisierung von Prozessen eingesetzt wird. Die Stadt gehe die Entwicklung leider mit wenig Mut an.

 

Massnahmen zum Stadtklima sind nicht gesichert

Seit Jahren trifft die Stadt Massnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas im öffentlichen Bereich. Mit Grünflächenziffer und Einordnungsgebot im neuen Baureglement soll auch auf privaten Grund Einfluss genommen werden können. Eine Fachstelle Umwelt erachtet der Stadtrat allerding nur als sinnvoll, wenn sowohl finanzielle Mittel als auch die gesetzlichen Grundlagen gegeben sind. Interpellant Patrick Huber (SP) erscheint die Umsetzung von Massnahmen alles andere als gesichert. Das Parlament habe bereits zwei Mal entsprechende Budgetpositionen abgelehnt. Gossau stehe ohne Klimastrategie und Massnahmenplan da.