Kindergarten Haldenbüel
Visualisierung des geplanten Kindergarten-Neubaus

Neubau

Die Schule der Stadt Gossau führt an zehn verschiedenen Standorten Quartier-Kindergärten. Im Oktober 2018 wurde die Kindergartenplanung von 2015 überprüft und beschlossen, an der bewährten Strategie von Quartier-Kindergärten festzuhalten. Deshalb muss der geografisch wichtige, aber stark sanierungsbedürftige Kindergarten Haldenbüel erneuert werden. 

Die Abklärungen haben gezeigt, dass mit einer Sanierung die aktuellen Bedürfnisse und Anforderungen kaum erfüllt werden können. Deshalb ist ein Neubau vorgesehen. Das neue Gebäude erfüllt die kantonalen Richtlinien für die Erstellung von Schulbauten und ermöglicht eine zeitgemässe Unterrichtsform.
 

Ortsbau

Der Neubau wird zurückhaltend in die Topographie des Kirchenhügels eingebettet und zwischen Kirche und Schulhaus eingefügt. Er gibt die Sicht auf die Kirche wieder frei.  Über die abgewinkelte Fassade, welche sich rechtwinklig zum Höhenlinienverlauf positioniert, wird der Baukörper im Hang städtebaulich fixiert und ermöglicht den Blick aus dem Innenraum hinunter über die Stadt.
 

Aussenraum

Die Gesamterscheinung des Aussenraumes orientiert sich an der Topographie und verzichtet auf eine zusätzliche Terrassierung des Hanges. Die vom Kindergarten genutzten Aussenflächen im Osten werden direkt dem Kindergarten angegliedert. Ein grosskroniger Laubbaum empfängt die Kinder als Auftakt, spannt mit dem Gebäude den bespielbaren Aussenraum auf und dient als natürlicher Schattenspender. Die Spiel- und Aussenflächen sind „en niveau“ mit dem Geschoss des Kindergartens. Der bestehende etwas tiefer liegende Spielplatz wird mit einer Kügelibahn und einer Nestschaukel ergänzt.
 

Erschliessung

Durch die neugeschaffene Wegverbindung ab dem Höhenweg, welche den Kindergarten
schwellenlos erschliesst, wird auch eine attraktive behindertengerechte Einbindung in die übrige Schullandschaft geschaffen. Der westliche Zugang vom Kirchenplateau wird vereinfacht und führt neu über eine gerade, dem Hang folgende Treppe auf den Vorplatz des Mittagstisches. Der Platz wird durch die östliche Setzung des Aussengeräteraumes gefasst. Von hier führen wahlweise zwei Treppen zum Sportplatz oder zum Eingang des Kindergartens.
 

Innenräume

Die Organisation der Innenräume ist einfach und klar. Hangseitig sind die Nebenräume mit geringer Raumhöhe der Nutzung angepasst. Ostseitig reihen sich Garderobe, Gruppenraum und Klassenzimmer aneinander. Sie werden über die grosse Fensterfront mit Tageslicht durchflutet.  Das rückwärtig angelegte Oblicht unterstützt die Belichtung der Räume hangseitig. Durch die Anordnung der Räume sind Sichtbezüge untereinander und in den Aussenraum jederzeit gewährleistet.

 

Statik und Materialität

Der Kindergarten ist als einfache Stützen-Platten-Konstruktion mit dreiseitig umschlossenen Wänden aus Ortbeton konzipiert. Im sichtbaren Aussenbereich wird der Beton gestockt. Innenräumlich zeigt sich das Gebäude ganz in Holz. Wände, Decken und Boden strahlen mit den Holzverkleidungen über der Innendämmung Wärme und Geborgenheit aus. Das Decken-Akustikelement löst den Schallschutz. Das nicht begehbare, begrünte Dach unterstützt das Mikroklima und die Integration des Gebäudes in den Hang. Zudem wird darauf eine Photovoltaik-Anlage montiert.

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