Lindenbergbach soll unterirdisch bleiben

15. November 2021
Der Lindenbergbach in Gossau wird weiterhin unterirdisch bleiben. Deshalb sieht der Stadtrat einen Sondernutzungsplan vor, mit dem auf die Festlegung eines Gewässerraums verzichtet wird. Für diesen Plan läuft jetzt das Mitwirkungsverfahren.

Das Gewässerschutzgesetz gibt vor, dass Fliessgewässer offengelegt werden müssen, wenn dies die örtlichen Gegebenheiten zulassen. Die Gemeinden müssen den künftigen Gewässerraum für eine solche Bachöffnung planerisch festlegen. Und wo ein Bach nicht offengelegt werden kann, müssen die Gemeinden auf die Festlegung des Gewässerraums verzichten. Dies geschieht mit einem Sondernutzungsplan. Ein Beispiel für einen solchen Bach ist der Lindenbergbach. Er spielt in Gossau buchstäblich eine unterirdische Rolle. Denn er ist einzig bei seinem Ursprung beim Stärkleweiher sichtbar. Danach verschwindet er im Untergrund und fliesst eingedolt unter der Säntisstrasse durch dicht bebautes Gebiet bis zum Dorfbach. Damit ist auch klar, dass der Lindenbergbach nie mehr ans Tageslicht geholt wird.

Dies bestätigt der Stadtrat mit dem Sondernutzungsplan "Lindenbergbach, Verzicht Festlegung Gewässerraum". Für diesen wird nun das Mitwirkungsverfahren durchgeführt. Die Planungsunterlagen liegen bis 17. Dezember 2021 im Rathaus Gossau und sind auf der Mitwirkungsplattform aufgeschaltet: https://mitwirken.stadtgossau.ch/lindenbergbach. Über diese Plattform können auch die Rückmeldungen eingereicht werden. Im Anschluss an das Mitwirkungsverfahren wird der Sondernutzungsplan dem Kanton zur Vorprüfung zugestellt. Die Rückmeldungen aus Mitwirkung und Vorprüfung sind Grundlagen für den Stadtrat für den definitiven Erlass des Planes. Im anschliessenden Auflageverfahren könnten Betroffene Einsprache erheben.

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