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Zustand der Glatt im Unterlauf nicht ganz gut

Der ökologische Zustand der Glatt wird in regelmässigen Abständen untersucht. Die Messungen zwischen Januar 2014 und Dezember 2017 zeigen generell ein positives Bild. Im Unterlauf der Glatt sollte sich die Situation nach dem Ausbau der ARA Oberglatt weiter verbessern.

Die Arbeitsgruppe Glattüberwachung der interkantonalen Glattkommission hat ihren Bericht über den ökologischen Zustand der Glatt in den Jahren 2014 bis 2017 veröffentlicht. Dieser Zustand wird seit 1986 in regelmässigen Abständen untersucht. Denn nur so lassen sich ökologische Defizite und Verbesserungen verfolgen. Im Rahmen eines Monitorings wurden im Zeitraum zwischen Januar 2014 und Dezember 2017 chemisch-physikalische und biologische Untersuchungen durchgeführt sowie die Qualität des Badewassers überwacht. An sieben Messstellen zwischen Herisau und Oberbüren wurden dafür mindestens einmal pro Monat Wasserproben entnommen und analysiert.

Zustand besser als 2013

Die Untersuchungen zeigen generell ein positives Bild. Die Glatt ist gewässerökologisch in besserer Verfassung als noch bei den Untersuchungen von 2011 bis 2013. Wurde die Wasserqualität der Glatt 2011 noch an diversen Stellen als «ungenügend» klassiert, konnte im Jahr 2017 an allen Stellen die Zustandsklasse «gut» festgestellt werden. Ein Indikator für die deutlich bessere Qualität des Wassers ist der gute Zustand von Kieselalgen und von wirbellosen Wassertieren.

PAK-Stufe in ARA Oberglatt ab 2021
Der Grund für diese Erholung ist in erster Linie der Ausbau der ARA Herisau mit einer vierten Reinigungsstufe im Juni 2015. Diese neue Reinigungsstufe entfernt Mikroverunreinigungen im Abwasser mittels Pulveraktivkohle (PAK). Im Unterlauf der Glatt sieht die Situation heute noch nicht ganz so gut aus: Die in der ARA Herisau erzielten Verbesserungen werden durch das Wasser, das aus der ARA Oberglatt eingeleitet wird, wieder zunichte gemacht. Der Zustand der Glatt dürfte sich aber weiter verbessern, da im Herbst 2021 auch die ARA Oberglatt in Flawil mit einer PAK-Stufe aufgerüstet wird. Ausserdem tragen verbesserte Abwasserbehandlungen in wichtigen Industrie- und Gewerbebetrieben dazu bei, dass die Belastung zurückgeht.

Weniger Phosphor, mehr Chloride

Als Beurteilungskriterien des Zustands dienten u.a. die Rückstände von Ammonium und Nitrit. Die geringe Belastung mit diesen Stoffen, die vor allem aus kommunalem Abwasser und der Landwirtschaft stammen, hat sich kaum verändert. Dagegen hat sich die Belastung mit Phosphor deutlich verringert.

Nach wie vor kritisch sind die hohen Chloridwerte im Flusswasser. Diese stammen beispielsweise aus Direkteinleitungen von Abwasser aus Enthärtungsanlagen von Industriebetrieben sowie vom Streusalzeinsatz im Winter. Der hohe Chloridgehalt der Glatt ist von Bedeutung, da die Glatt in die Thur fliesst und dort die Nutzung des Grundwassers als Trinkwasserressource negativ beeinflusst.

Mässiger Lebensraum für Fische

Als Lebensraum für Fische wird die Glatt mit «mässig» bewertet. Diese Bewertung gründet auf der Fischuntersuchung in der oberen Glatt 2013 sowie auf einer fischökologischen Erhebung im 2015 auf einer Teststrecke im Buechental. Negativ auf den Fischbestand wirkt sich aus, dass gewisse Wehre im unteren Lauf der Glatt für schwimmschwache Arten nicht fischgängig sind. Hier besteht Sanierungsbedarf. Eine Wiederherstellung der Fischgängigkeit des Wehres im Buechental ist bereits geplant.


Dokument Zustandsbericht Glatt 2018 Kurzfassung (pdf, 1033.1 kB)


Datum der Mitteilung 30. Sept. 2019


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