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Abseits von Waldstrassen kann es teuer werden

Wenn Biker abseits von offiziellen Wegen fahren, müssen sie mit einer Busse rechnen. Die Verantwortlichen der Waldregion St. Gallen teilen mit, dass künftig vermehrt mit Polizeikontrollen in den Wäldern zu rechnen ist.

Der Roserwald zwischen Gossau und Herisau ist ein beliebtes Ausflugsziele von Sportlern und Erholungssuchenden. Findet diese Erholungsnutzung auf den offiziellen Wegen statt, ist dagegen nichts einzuwenden; im Gegenteil: sich im Wald zu erholen wirkt gesundheitsfördernd. 


Forstdienst und Jagdverantwortliche stellen jedoch fest, dass vor allem Biker vermehrt abseits
von befestigten Wegen auf Trails quer durch den Wald fahren. Die kantonale Waldgesetzgebung verbietet das Radfahren und Reiten abseits von öffentlichen Strassen und
Wegen.

Dies aus gutem Grund: Der Wald ist auch Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Vor allem das Wild ist auf Rückzugsgebiete und Ruhe angewiesen. Eine kanalisierte Erholungsnutzung auf den breiten Waldstrassen können Wildtiere (z.B. Rehe) gut einschätzen. Fahren zum Beispiel Biker quer durch den Wald, löst dies eine kräftezehrende und plötzliche Fluchtreaktionen sowie Stress aus, was z.B. in der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit (1. Mai bis 15. Juli) zu erheblichen Beeinträchtigungen führen kann. Den erhöhten Nahrungsbedarf deckt das Wild u.a. mit dem Abäsen von Knospen und Blättern. Werden die jungen Bäumchen zu stark verbissen, können die Waldverjüngung und damit letzten Endes die Waldfunktionen gefährdet sein.

Bikesportler, Reiter und andere Nutzergruppen sind darum gebeten, auf den offiziellen Wegen oder Routen zu bleiben. Ein faires Nebeneinander von Wildtieren und Erholungssuchenden ist eine Grundvoraussetzung, dass der Wald als wertvoller Lebens- und Erholungsraum erhalten bleibt. Forstdienst und Wildhut haben bislang versucht, mit kanalisierenden und aufklärenden Massnahmen Verständnis für den Wald und die Bedürfnisse seiner «Bewohner» zu wecken. Diese Sensibilisierungsmassnahmen haben nicht die nötige Wirkung gezeitigt. Deshalb werden nun mehr Ressourcen in den Vollzug der Gesetze gelegt. In diesem Zusammenhang ist geplant, im Grossraum St.Gallen zusammen mit der Polizei Kontrollen im Wald durchzuführen und fehlbare Personen zu büssen bzw. anzuzeigen. 


Biker auf Abwegen
Biken abseits öffentlicher Wege kann gebüsst werden

Datum der Neuigkeit 26. Aug. 2019


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