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Operativ im Minus, buchhalterisch im Plus

Der Stadtrat budgetiert für das Rechnungsjahr 2018 einen Ertragsüberschuss von 922‘600 Franken. Dieser resultiert vor allem aus den Ablieferungen der Stadtwerke. Erstmals wurde der Voranschlag nach dem neuen Rechnungsmodell für Gemeinden erstellt.

Mit dem kommenden Jahreswechsel bleibt im städtischen Rechnungswesen kaum ein Stein auf dem anderen. Das neue Rechnungsmodell der St. Galler Gemeinden (RMSG) bringt neue Vorschriften, Bezeichnungen und Kontopläne. Und die Laufende Rechnung wird zur Erfolgsrechnung mit einem dreistufigen Abschluss: dem Betriebsergebnis, dem operativem Ergebnis und dem Gesamtergebnis.

Vermögen nimmt über Nacht zu
Mit der Umstellung auf RMSG wird die Stadt Gossau auch sozusagen über Nacht um viele Millionen Franken „reicher“. Denn alle Vermögenswerte müssen zu den tatsächlichen Werten bilanziert werden. Auch solche, die heute mit einem symbolischen Franken in der Bilanz stehen. Noch steht der definitive Betrag nicht fest, weil das Strassennetz und die Grundstücke noch nicht vollständig bewertet sind; es sind aber Aufwertungen in der Höhe von gegen 70 Millionen Franken zu erwarten.
Diese rein buchhalterische Aufwertung führt dazu, dass in den nächsten Jahren wieder mehr abgeschrieben werden muss und der Abschreibungsaufwand markant ansteigen wird. Neu müssen werterhaltende Investitionen über die Erfolgsrechnung verbucht werden, was den Aufwand im Stadthaushalt ebenfalls merklich beeinflusst. Keine Auswirkungen hat der Systemwechsel auf die Schulden bei den Kreditinstituten. Diese bleiben im Übergang vom 2017 aufs 2018 unverändert, werden aber gemäss Finanzplan in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

Reserve über 15 Jahre auflösen
Im selben Umfang, in dem die Vermögenswerte aufgewertet werden, wird eine Reserve gebildet. Diese muss in den nächsten 15 Jahren wieder aufgelöst werden. Bereits 2018 wird aus der Reserve ein erster Bezug in der Höhe von 4,1 Mio. Franken getätigt, womit das budgetierte operative Ergebnis von minus 3,2 Mio. Franken überkompensiert wird und ein positives Gesamtergebnis von 922‘600 Franken budgetiert werden kann.
Die Stadtwerke gehen davon aus, dass nach Verbuchung der ordentlichen Ablieferung von 2.7 Mio. Franken an den Stadthaushalt ein Ertragsüberschuss von 1.3 Mio. Franken verbleibt, welcher ebenfalls dem Stadthaushalt zufliessen soll.

Höhere Beiträge an Private und Dritte
Durch die Einführung von RMSG wird ein Vergleich des Voranschlages 2018 mit den bisherigen Rechnungsjahren sehr schwierig. Im Stadthaushalt steigt der Transferaufwand massgeblich an. Dieser umfasst Beiträge an Private (z.B. Sozialhilfe und Unterstützung Asylbewerber) und an Dritte, welche öffentliche Aufgaben erledigen (z. B. Sicherheitsverbund). Auch die auf 2017 beschlossene Senkung des Steuerfusses hinterlässt ihre Spuren im Resultat. Gegenüber 2017 höher veranschlagt werden die Erträge der Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuern. Diese waren in der Vergangenheit konservativ budgetiert worden und brachten regelmässig deutlich höhere Erträge.
In der Investitionsrechnung des Stadthaushaltes sind 15,6 Mio. Franken budgetiert. Davon entfallen 8,4 Mio. Franken auf den Bildungsbereich. Die Stadtwerke budgetieren ein Investitionsvolumen von 18,3 Mio. Franken. Dieses enthält sämtliche absehbaren Vorhaben. Erfahrungsgemäss können jedoch längst nicht alle Projekte ausgeführt werden. Die Stadtwerke rechnen mit einer Realisierungsquote von 45 Prozent.

Datum der Neuigkeit 23. Okt. 2017


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